Vom Sinn des Auswendiglernens

Vom Sinn des Auswendiglernens

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In der Antike bis in die Neuzeit hielten berühmte Persönlichkeiten Reden und Ansprachen, wobei ein Merkmal dieser Reden war, dass diese Vorträge frei gesprochen wurden. Dazu wurde zuerst die Rede erstellt und dann auswendiggelernt. Mentoren halfen und unterstützten die Redner bei ihrer Vorbereitung. Nach alten Überlieferungen machten die Lehrer mit ihren Schülern ausgedehnte Spaziergänge wobei markante Punkte als Merkhilfen der Mnemotechnik eingesetzt wurden.

Die großen Rhetoriker des Abendlandes beherrschten die Kunst der Beredsamkeit und damit auch die Kunst des Auswendiglernens.

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In der Schule wurde das Auswendiglernen in früheren Zeiten forciert. Gedichte wurden auswendiggelernt und abgeprüft, Merksätze wurden im Chor laut gesprochen und einige andere Sequenzen bestanden als Auswendiglernen.

Nach einer Schulreform wurde das Auswendiglernen als stupide Tätigkeit abgetan und es herrschte die Meinung vor, dass lernen nur durch verstehen funktioniert.

Heute herrscht die Meinung vor, dass zuerst der Lerninhalt verstanden werden soll, dann soll man Auswendiglernen, um den Sprachschatz zu erweitern, sowie Fachbegriffe im richtigen Zusammenhang zu benützen.

Im Prinzip ist das ein Training und hilft dabei auch das Wissensnetz zu befüllen.

Bei Präsentationen ist es besonders wirkungsvoll, wenn der Redner frei spricht und somit seine Arbeit oder das Produkt dadurch besser erklärt und dadurch einen kompetenten Auftritt gestaltet, ebenso ist die Ausstrahlung effektiver und eine Kompetenz wird präsentiert.

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Tipps zum Auswendiglernen

·       Lerne nicht ohne Verständnis, sondern verinnerliche und visualisiere deinen Text

·       Schreibe ein Merkzettel, vielleicht in der Größe eines Schummelzettels, den man überall mitnehmen kann

·       Wenden Eselsbrücken und Mnemotechniken an

·       Schreibe eine Lernplan

·       Beginne rechtzeitig und plane eine Pufferzeit mit ein

·       Wiederhole und mache dazwischen Pausen

·       Wechsle die Lernorte

·       Verbinde einige Lernsequenzen (Memorieren) mit Sport

·       Wiederhole vor dem Einschlafen

·       Schlafe(mindestens 7 Stunden), Trinke (Wasser) und Esse (Gehirnfutter) ausreichend

 


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