Wie kann man die Neugierde fördern?

Ein kleines Kind ist an sehr viel interessiert. Es hat die natürliche Neugierde in sich, will die Welt entdecken und erforschen.

Neugierde ist eine der größten Kräfte, die einen Menschen antreibt, um sein Überleben zu sichern, dabei ist der Wissensdurst unverzichtbar.

Diese Motivation ist der Motor für eine gute geistige Entwicklung und die Antriebskraft für Handlungen. Die Aufgabe der Eltern und Erziehungsberichtigten ist, den Kindern Freiräume zu lassen, jedoch auch Sicherheit und eine sichere Umgebung zu geben. Im Laufe der Kindheit hemmen Gebote und Verbote den Forscherdrang, zum Schutz und zum Wohl des Kindes. Dies kann zur Folge haben, dass das Kind lernt sich zurückzuhalten und dadurch in Passivität verfallen kann.

Jedoch ist es für einen guten Lernerfolg von Bedeutung aktiv zu werden.

Der ungarisch-amerikanische Motivationsforscher Mihaly Csikszentmihalyi ist einer der Gründer der positiven Psychologie. Er untersuchte in den 90er Jahren die menschliche Kreativität, indem er 91 bekannte Persönlichkeiten analysierte. Das Ziel seiner Arbeit, war die Faktoren herauszufinden, warum diese Prominenten so großartige Leistungen bringen konnten. Auf Grund seiner Studie konnten zwei grundlegende Aussagen über die Ursache getroffen werden. Eine Triebkraft war eine stark ausgeprägte Neugierde und der zweite Faktor eine leidenschaftliche Ausdauer.

Es ergibt sich die Frage wie man Neugierde fördern kann. Folgende Aspekte können dabei helfen:

·       Offenheit und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber
Wenn man etwas nicht weiß oder nicht kennt, sich selbst diese Tatsache eingestehen und mit Neugierde die richtigen Antworten und Informationen suchen.

·       Waches, aufmerksames Suchen
Die Aufmerksamkeit und einen wachen Geist auf sein Umfeld richten und nach Neuigkeiten und Interessantes im zuständigen Umfeld zu suchen.

·       Offene Sinne
Abenteuer, Erlebnisse und auch Eindrücke mit allen Sinnen erfassen und gefühlsmäßig erfahren.

·       Offenheit für Neues
Über Unerwartetes, Fremdes oder Unangenehmes staunen können und diese Fakten ergründen und hinterfragen

·       Respekt vor Andersartigen
Das Anderssein und die Andersartigkeit respektieren und erforschen

·       Offenheit für Altbekanntes
Altbekanntes aus einer anderen Perspektive betrachten und zu hinterfragen

·       Experimentierlust
Auf Entdeckungsreise mit allen Sinnesorganen gehen. In neuen Situationen spielerisch und experimentierfreudig handeln.  

"Ohne Neugier wäre die Besiedlung der Erde durch den Menschen nicht möglich gewesen", sagt der Anthropologe Karl-Heinz.

Sigmund Freud nannte die Neugierde "Wissensdurst".  

Neugierde aktiviert die Aufmerksamkeit, öffnet Sinneskanäle und motiviert eine Tätigkeit anzufangen und fortzusetzen. Auf Basis von neurowissenschaftlichen Studien wurde bewiesen, dass durch Neugierde vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet werden, und nach der Erfüllung ein positives Gefühl ausgelöst wird.

Neugierde ist die Triebfeder und die Voraussetzung für Kreativität, sie wirkt als universelle Kraft, die mehr Verständnis für die Welt ermöglicht.

Neugierde kann trainiert werden, indem ein Tagebuch oder ein Journal geschrieben wird, wobei man sich häufig die W-Fragen (warum, wie, was, wer, weshalb, wo……) stellen soll.

Ebenso sollen die Sinne und die Aufmerksamkeit auch in alltäglichen Situationen trainiert werden.

Deshalb bleiben Sie neugierig.