Storytelling

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Storytelling

Geschichten erzählen ist eine sehr alte Methode um Informationen weiter zu geben. Wir erinnern uns gerne an die ersten Geschichten, die uns erzählt wurden. Bei spannenden Märchen oder Geschichten waren wir dann emotional aufgeladen und wir fühlten und lebten mit den handelnden Personen mit. Es berührte uns  welche Gefahren und Abenteuer zu bestehen waren und wir freuten uns, dass die meisten Geschichten auch ein gutes Ende nahmen.

 Mit dem Märchen wurden immer Verhaltensweisen mittransportiert, die eher unbewusst aufgenommen wurden.

 

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 Unsere Gedanken und unsere Fantasie werden durch gute Geschichten angeregt und verankern sich in Folge dessen in unserem Gehirn. So mancher Zuhörer schmückt die gehörte Geschichte nach seiner individuellen Art aus und spielt in seiner Gedankenwelt verschiedene Variationen.

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Die Methode Storytelling vermittelt Wissen, Ideen und andere Informationen in Form von Erzählungen. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass die Geschichte einfacher präsentiert wird und dadurch besser aufgenommen wird, da es keinen direkten Appell an den Gesprächspartner gibt und somit fühlt es sich ähnlich eines Tratsches an. Man ist nicht unmittelbar betroffen fühlt aber mit, jedoch braucht man weder auf Verteidigungs- noch auf Rechtfertigungsmodus gehen, da man selbst nicht angesprochen ist.

Das Geschichtenerzählen dient im Wissensmanagment Informationen in vereinfachter Form zu vermitteln. Ebenso können zwischenmenschliche Probleme  in einer Story besser skizziert werden und Lösungswege konstruiert werden, ohne dass der Zuhörer das Gefühl der Bevormundung zu werden. Emotionalisierte Geschichten haben die Wirkung, dass die Botschaft sich besser einprägt. Der Zuhörer ist im entspannten Zustand und darf sich führen lassen und dabei seine Fantasie einsetzen, damit er die Bilder vor seinem geistigen Auge konstruieren und dadurch sehen kann.

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Geschichten haben in unseren Leben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Egal ob es sich um „Tratsch“ handelt oder um eine Familiengeschichte oder um historische Erzählungen, sie sind in unserer Kommunikation fest verankert. (Erzähl mir was!)

Jede Geschichte besitzt bestimmte Merkmale:

·       einen Hauptdarsteller (es kann auch eine Gruppe sein)

·       ein Problem oder ein Ereignis

·       die Reaktion und Bearbeitung des Problems

·       die Lösung des Problems, die sowohl positiv aber auch negativ sein kann oder ein offenes Ende hat.

Gute Geschichten im Sinne von Storytelling sollen darüber hinaus aktivieren, emotionalisieren, begeistern und binden.

Nach dem Inselmodell von Vera F. Birkenbihl kann eine gute Story die Brücke von meiner Insel zu anderen Inseln sein. (Jeder Mensch hat seine eigene Insel)

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Eine gute Story aktiviert die Zuhörer, und bringt sie dazu sich mit der Thematik zu befassen. Mit einer fesselnden Erzählung wird die Aufmerksamkeit auf  ein Ziel gelenkt, wobei gut verpackte Informationen mitgeliefert werden. Kann der Erzähler noch Emotionen wecken, so werden das Thema und die Information mit dieser Emotion verankert und in einer tieferen Region unseres Gehirns gespeichert. Wobei nicht nur positive Emotionen wie Freude, Glück, Heiterkeit, Erstaunen und Liebe, sondern auch negative Emotionen wie Angst und Schrecken unser Gemüt beeinflussen.

Eine bedeutende Tatsache für jede Erzählung ist die Begeisterung. Wird die Story mit Begeisterung vorgetragen, so entflammt diese Emotion oft auch beim Zuhörer und solche Geschichten werden viel schneller verbreitet, da sie im Gedächtnis haften geblieben sind, denn den Zuhörer identifiziert sich mit dieser Story.

Eine gute Geschichte ist der Schlüssel zu einigen Merkhilfen. Leider haben wir im Laufe unserer Entwicklung es verlernt gute und passende Geschichten zu Begriffen zu kreieren und betrachten diese Geschichtenerzähler mit großer Faszination. Je aktiver wir selber Geschichten erfinden, desto mehr Kreativität entwickeln wir.

Mit Begeisterung verfolgen wir Talkshows und Sitcoms, begeistern uns für Filme, Bücher und Theaterstücke, Musicals und lassen uns in die Welt der Fantasie entführen.  

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Es gibt unterschiedliche Formen vom Storytelling wie zum Beispiel Visual Storytelling, narrative Storytelling. Storytelling in Organisationen, Kollaboratives Storytelling, Digital Storytelling

 

Anwendungsbereich

Storytelling im Bildungsbereich

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Storytelling kann auch im Bildungsbereich eingesetzt werden:

Qualitativ hohe wissenschaftliche Videos sollten speziell für den Bildungsbereich vermehrt angeboten werden, um dadurch viele Lerntypen anzusprechen.

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Ein Podcast könnte sich auch an Storytelling, also dem Geschichten erzählen über einen Inhalt, orientieren und verschiedene Musik zur Unterstützung des Lernprozesses verwenden. Die alte Methode des Geschichtenerzählens wird methodisch eingesetzt im Lernprozess Storytelling genannt, für den Bildungsbereich wird hierbei beispielsweise eine Geschichte erfunden, um die Wissensinhalte näher zu bringen. 

Storytelling in Unternehmen

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Storytelling ist eine narrative Managementmethode, mit der Wissen von Mitarbeitern über Ereignisse im Unternehmen erfasst, ausgewertet und in Form einer gemeinsamen Erfahrungsgeschichte aufbereitet wird. Dabei ist es das Ziel, die gemachten Erfahrungen für das gesamte Unternehmen nutzbar zu machen. Durch dieses narrative Wissensmanagement ist es die Intention von Storytelling, das unternehmenskulturelle Wissen, vor allem das implizite Wissen und strukturelle Besonderheiten, zu dokumentieren und zu verbreiten. 

Aus bildungswissenschaftlicher Sicht ist es daher interessant, diese Verwendungsmöglichkeiten von Storytelling für Unternehmen besonders durch die Hilfe einer auf Erfahrungen der Mitarbeiter basierenden Geschichte in Anwendung zu bringen. 

Dabei gibt es unterschiedliche Methoden, wie Storytelling angewendet werden kann, so gibt es beispielsweise Digital Storytelling, Oral History, Kollaboratives Storytelling.

Fazit

Storytelling ist eine Methode um Botschaften und Informationen mittels Geschichten zu kommunizieren. Durch den Stil einer Geschichte wird niemand angegriffen oder belehrt, jedoch wenn die Geschichten packend und spannend erzählt werden, dann wird der Zuhörer aktiviert und manches Mal emotional beeinflusst. So können sich Inhalte tiefer im Gedächtnis gespeichert werden.

Ein guter Geschichtenerzähler kann sehr viel im Lernprozess bewirken.

 

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