Aufschieben von Tätigkeiten

Das Aufschieben von Tätigkeiten

 

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Das Aufschieben von Tätigkeiten kommt bei manchen Menschen öfter vor, andere schieben nur wenige Tätigkeiten auf. Warum ist das so? Gibt es einen Nutzen Arbeiten aufzuschieben?

Das Fachwort heißt Prokrastination.

Der lateinische Ausdruck ist procrastinatio das bedeutet Aufschub, Vertagung und die Silbe pro bedeutet vorwärts und das lateinische Adverb cras bedeutet morgen.

Unter Prokrastination versteht man „extremes Aufschieben“, das bis zu einer krankhaften Störung führen kann. Die betroffene Person vertagt den Beginn einer Arbeit oder es kommt zu keiner Fertigstellung der Tätigkeit. Die Aufgaben werden oft unterbrochen und die Fertigstellung der Arbeit erfolgt nur unter starken Druck.

 

Morgen, nicht jetzt, später – die Aufgabe wird immer mehr hinausgeschoben bis es zu einem Zeitdruck kommt oder es ist zu spät diese Tätigkeit zu erstellen, der Termin wurde versäumt.

Oft ist das Aufschieben einer Tätigkeit nicht mit Faulheit verbunden, sondern der Drang unangenehmes später zu machen. Manches Mal fehlt die Kraft oder man meint, man habe keine Energie die Tätigkeit zu tun oder man sagt: “Ich habe keine Lust!“ Die Hürde erscheint unüberwindbar groß zu sein. Und die Aufgabe wird weiter rausgeschoben. Oft kommt es schon zu verschiedenen Symptomen wie Unruhe, Anspannung, Magendruck oder sogar zu Schlafstörungen. Der Körper signalisiert mit diesen Zuständen, dass das Gleichgewicht unausgeglichen ist.

 

 

Im Augenblick schwirrt es in deinem Kopf von Pflichten und Aufgaben, die du tun solltest. Immer wieder taucht der Gedanke auf: "Ich müsste eigentlich dringend ... erledigen."

Du hast jedoch das Gefühl, die Kraft dazu nicht zu besitzen, du hast vielleicht keine Lust oder die Tätigkeit ist dir unangenehmen.

Die Hürde, dich aufzuraffen, erscheint dir unüberwindbar hoch. Du verurteilst dich dafür, dass du es nicht schaffst, aber das hilft auch nicht weiter.

Dein innerer Widerstand ist zu groß, jede Faser deines Körpers scheint dir zu signalisieren, dass du es nicht kannst/willst oder es zu wenig lustvoll ist.

Mit tausend anderen "wichtigeren" Dingen versuchst du, dich abzulenken, nur um dich nicht an die Aufgabe machen zu müssen.

Du redest dir ein, dass die Tätigkeit doch nicht so wichtig sei, dass du auch "ohne" gut weiterleben kannst, dass du noch viel Zeit hättest, dass du sie eh nicht bewältigen kannst, dass es jetzt schon zu spät sei, dass du morgen ganz bestimmt anfangen wirst.

Körperliche Symptome wie Unruhe, Anspannung, Magendruck, Lustlosigkeit, Müdigkeit bis zu Schlafstörungen sind Signale, dass das seelische Gleichgewicht gestört ist und Handlungsbedarf angesagt ist.

 

 

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Tipps gegen das Aufschieben von Tätigkeiten:

·       Plane deine Arbeit, erstelle einen Arbeitsplan mit Zeitangabe

·       Starte mit der unangenehmen Tätigkeit

·       Denk dir eine Belohnung aus.

·       Stelle dir mental deinen Erfolg vor, den du durch Beendigung der Arbeit hast.

·       Erzähle deinen Freunden deine Pläne

·       Setze dir ein Zeitlimit

·       Entwickle ein Ritual, wie du deine Arbeit beginnst

 

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Fazit

“Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan.“
Johann Wolfgang von Goethe

Die fünf häufigsten Gründe etwas aufzuschieben sind:

·       Zu viel Ablenkung

·       Zu hoher Leistungsdruck

·       Alles auf den letzten Drücker zu erledigen

·       Falsche Einschätzung des Arbeitsaufwandes

·       Angst vorm Scheitern

Nicht durch Ausreden wird man das Ziel erreichen, sondern durch aktive Handlungen. Langfristig stärkt es die Psyche, wenn ich am Abend sagen kann: „Sehr gut, das alles habe ich geschafft! Ich bin stolz auf mich. Für morgen habe ich schon eine genaue Einteilung wie ich weiter arbeiten werde. Somit bin ich schon einen Schritt näher zu meinem Ziel!“ Dieses positive Gefühl hilft mir Entspannung und Ruhe zu finden.


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